Tipp – Steckdosen richtig reinigen!

Steckdosen hat sicher jeder bei sich zu Hause. In manchen Zimmer mehr, in manchen weniger. Sie zu benutzen schafft man im Regelfall auch, ohne bleibende Schäden davonzutragen. Wir haben ja alle seit frühester Kindheit gelernt: Nicht anfassen – Strom böse! Aber wie um alles in der Welt reinigt man dann diese Kästchen an der Wand, ohne die Finger ran zu bekommen?

 

Besonders im Bad oder in der Küche können Steckdosen schon mal dreckig werden. Da bilden sich hier Fettrückstände, dort lagert sich Haarspray ab und Staub ist sowieso überall. Im Regelfall ignoriert man diesen Fakt wohlwollend, aber alle Jahre wieder wird es dann schon störend und die einst weißen Lebensadern der Moderne sehen vergilbt oder anderweitig unschön aus. Mit der richtigen Vorbereitung ist aber auch die Reinigung kein Problem.

Was sollte ich tunlichst vermeiden?

Spielen Sie nicht den Helden. Mangels besseren Wissens sollten Sie auf keinen Fall versuchen einfach darauf los zu legen. Wo ein Mikrofasertuch gefährlich ist, kann Sie ein nasser Lappen schon regelrecht umhauen. 230 V Wechselspannung sind kein Kinderspiel. Durch den Wechselstrom können schlimmstenfalls sogar Ihre Muskeln verkrampfen, was Sie unfähig macht die Hand einfach wegzuziehen. Strom kann tödlich sein, auch wenn ein Schlag aus der Steckdose, ohne diesen zu verharmlosen, einen gesunden Erwachsenen wahrscheinlich eher nicht direkt tötet. Jedoch kann das „Erschrecken“ und „Weckzucken“ eine Folgekette auslösen, bei der Sie evtl. mit dem Kopf auf einer Kante aufschlagen oder ähnliches. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wie gehe ich eine Reinigung dann also an?

Die oberste Regel lautet – Strom aus. Gehen Sie also zu Ihrem Sicherungskasten und nehmen Sie die Sicherungen raus. Theoretisch reicht es die Sicherung des Zimmers rauszunehmen, in dem Sie werkeln. Sicher ist aber sicher. Kleben Sie außerdem einen Hinweis an den Kasten, dass die Sicherungen nicht wieder eingeschaltet werden sollen. Wenn ein ahnungsloses Familienmitglied nach Hause kommt, und die Sicherung wieder einschaltet während Sie in einem anderen Zimmer arbeiten, kann das böse ausgehen.

Haben Sie das beachtet, sollten Sie mit einem Spannungsprüfer dennoch jede Steckdose, an der Sie arbeiten wollen, noch einmal prüfen. 

Danach können Sie die Wunder der Zivilisation ausbauen und mit Haushaltsmitteln, Fettreinigern, Lappen und evtl. sogar einem Pinsel reinigen. Wichtig ist, sie nicht, trotz der Stromlosigkeit, unausgebaut mit nassem Lappen zu reinigen. Feuchte Rückstände können Sie so nicht ausschließen oder kontrollieren und es kann bei Wiederinbetriebnahme zu einem Kurzschluss kommen.
Haben Sie den Schmutzfeind erfolgreich in die Flucht geschlagen, müssen Sie die Steckdose erst komplett trocknen, bevor Sie diese wieder einbauen. Sonst hätten Sie sich das ganze Ausbauen und die Sicherheitsvorkehrungen sparen können.

Tipps für den Großputz!

Sind Sie im Frühjahrswahn und haben Blut geleckt, sollten Sie evtl. mehrere auf einmal Ausbauen. Diese können Sie dann in der Spülmaschine ohne großen Aufwand reinigen. Aber Moment, der Strom ist ja aus. Ja, diesen sollten Sie, ohne die Abdeckungen, auch nicht wieder einschalten – hier müssen Sie dann wirklich Zimmerweise arbeiten und nur die Sicherung des jeweiligen Raumes entfernen. Die Steckdosen der Küche müssen dann leider mit einer Handwäsche zufrieden sein. 

Beim Renovieren kleben Sie die Steckdosen einfach ab. Dann ist der Dreck schon einmal kein Problem.

Nutzen Sie den Tag!

So banal sich dieser Tipp anhören mag, viele können sich mit dem Putzen erst nach der Arbeit beschäftigen und in Wintermonaten ist es dann auch schon dunkel. Nehmen Sie sich also das Wochenende dafür, denn ohne Sicherungen – auch kein Licht. Mit der Taschenlampe rum zu hantieren können Sie sich getrost sparen, das macht keinen Sinn. 

Kinder bitte raus.

Lassen Sie Ihre Kinder (solange sie nicht das Alter dafür haben) nicht zusehen. Die Kleinen machen gerne alles nach und eine Steckdose sollte uninteressant bleiben. Sie sollten Ihnen deshalb nicht ungewollt beibringen, wie man das Ding an der Wand ausbaut.