Brennholz selbst schlagen: Infos und Tipps

Brennholz selbst schlagen, ersetzt das Work-out und lohnt sich finanziell. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, um lossägen zu dürfen.

Forsthelm

Forsthelm

Motorsäge

Motorsäge

Schnittschutzhose

Schnittschutzhose

Brennholz selbst schlagen - aber bitte legal!

Brennholz ist ein gefragtes und zunehmend teurer werdendes Gut. Deshalb tendieren viele Menschen wieder dazu, ihr Holz selbst zu schlagen - eine kostensparende Variante, die zudem den Körper in Bewegung bringt und Spaß macht. Natürlich nur, wenn das schwierige Handwerk perfekt beherrscht wird. Wir erklären dir, was du hinsichtlich des Waldabenteuers beachten musst!

1. Schritt: Besorg dir die nötige Schutzausrüstung!

Kauf dir die benötigte Schutzausrüstung. Dazu gehören ein Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtschutz, Schutzhandschuhe, eine Schnittschutzhose und Sicherheitsschuhe mit Schnittschutzeinlage (etwa Motorsägenstiefel). Darüber hinaus empfehlen sich ein Verbandspäckchen und eine Warnweste oder Waldarbeitsjacke. Die für dich passende Schutzausrüstung gibt es in verschiedenen Varianten bei uns im Markt.

2. Schritt: Absolviere den Motorsägenkurs!

Nicht nur zu deiner eigenen Sicherheit, sondern auch aus rechtlichen Gründen brauchst du den Motorsägenführerschein. Verzichtbar ist der Schein nur bei Arbeiten auf dem eigenen Grundstück. Ob du im Garten deines Kumpels oder in einem staatlich verwalteten Wald aktiv werden willst: Sobald du dich außerhalb deines Privatgeländes aufhältst, ist der Motorsägenschein zwingend erforderlich. Melde dich beim nächstgelegenen Forstamt für einen ein- bis zweitägigen Lehrgang an. Er kostet (abhängig von der jeweiligen Region) 100 bis 200 Euro. Nimm deine Schutzausrüstung mit, ohne sie darfst du nämlich nicht teilnehmen. Was du im Motorsägenkurs lernst:

  • den richtigen Umgang mit der Säge
  • die Zusammensetzung einer Motorsäge
  • die korrekte Wartung und Pflege der Säge
  • die Schutzbestimmungen zur Unfallvorbeugung
  • das adäquate Verhalten im Wald
  • das Baumfällen
  • verschiedene Holzschneidetechniken

3. Schritt: Hol dir die Genehmigung fürs Baumfällen!

Mit dem Motorsägenführerschein im Gepäck wendest du dich an den Förster, der für das Waldstück zuständig ist, in dem du Brennholz selbst schlagen möchtest. Er teilt dir mit, welche Bäume wann gefällt werden dürfen, ob bestimmte Gebiete freigegeben sind und ob du die Baumkronen von bereits gefällten Bäumen schneiden darfst. Meist bekommst du den sogenannten Holzsammelschein. Dieser berechtigt dich zur Brennholz-Selbstwerbung in einem vorab definierten Gebiet.

Die bürokratischen Hürden hast du gemeistert? Dann bist du jetzt bereit dafür, dein Brennholz selbst zu schlagen. Hier noch einige Tipps, die dir sicherlich weiterhelfen:

Geh niemals allein in den Wald. Am besten nimmst du dir einen erfahrenen Holzarbeiter mit. Kinder und Hunde solltest du aber zu Hause lassen.

Übe dich zunächst an kleineren Bäumen, bevor du die ganz großen Brocken fällst.

Säge nie mit mehreren Personen gleichzeitig am selben Stamm.

Sei immer vorsichtig, besonders jedoch, wenn Wind aufkommt.

Starte dein Projekt zwischen November und Februar - und zwar aus mehreren Gründen: Während der kühlen Saison ist weniger Feuchtigkeit im Holz, wodurch dieses schneller trocknet. Zudem gestaltet sich das Spalten von gefrorenem Holz deutlich einfacher. Und: Bei niedrigen Temperaturen ist die Gefahr eines Pilz- oder Insektenbefalls gering.

Zu der nötigen Schutzkleidung findest du bei uns im Baumarkt auch das passende Werkzeug: von der Axt bis zur Motorsäge gibt es eine Vielzahl verschiedener Modelle. Unser Fachpersonal hilft dir gerne, das für dich passende Werkzeug zu finden.